Ist Daniel Bryans Karriere zu Ende?

Seit 15 Jahren reißt sich Daniel Bryan im Wrestlingring für uns den Arsch auf.
Nun sieht es so aus, als könnte damit endgültig Schluß sein.

„Der Bärtige“, der nach dem Gewinn der WWE Heavyweight Championship 2014 fast ein dreiviertel Jahr lang pausieren musste und eine schwere Nackenverletzung kurieren sollte – steht Mitte 2015 vor dem Ende seiner Karriere.
Den IC-Titel gab er in einem emotionalen Segment bei Monday Night RAW bereits zurück.
Die Fragen, die man sich stellen könnte, lauten: Ist er mit Anfang 2015 zu früh zurückgekehrt? War dieses Comeback zu diesem Zeitpunkt sinnvoll (in den Main Event wollte ihn WWE von Anfang an nicht mehr lassen)? Fordert das jahrelange Vollgas-Wrestling jetzt seinen körperlichen Tribut? Welchen Anteil trägt die WWE Führungsetage an dieser traurigen Entwicklung?

Daniel Bryan zählt nun mal nicht zu den größten und stärksten Wrestlern. Seine Rolle beschränkte sich immer auf die des Underdogs, der es aber aufgrund seiner überragender Technik und seines 120prozentigem Einsatzes immer wieder schaffte, bei den „Großen“ mitzuspielen. So etwas kann auf Dauer nicht gut gehen. Die Welt ist eben ungerecht. Wäre Bryan nur 20 Zentimeter größer und 30 Kilogramm schwerer – er würde auf Jahre den Main Event dominieren.




Jetzt neigt sich eine Wrestlingkarriere ihrem Ende entgegen und es wird Zeit, Danke zu sagen. Danke für die großartige Ringperformance und die Unterhaltung, die uns der Mann aus Aberdeen bescherrt hat. Denn seien wir ehrlich, selbst wenn der Anführer des YES-Movements seine gesundheitlichen Probleme lösen kann – was für einen Sinn macht eine sich anschließende Rückkehr noch? Für WWE ist es zu riskant, ihn wieder in langfristig angelegte Storylines einzubeziehen. Den IC- oder US-Title wird er nicht mehr erringen und von der WWE Heavyweight Championship reden wir erst gar nicht. Ein Fehdenprogramm mit Fandango oder Heath Slater? Ojeje …
Sein Wrestlingstil würde sich ändern müssen; statt Highflying Action und Powermoves würde es klassisches Mat-Wrestling bedeuten. Nicht, dass er das nicht beherrschen würde – aber das würde man von einem Daniel Bryan nicht sehen wollen. Seine Nachfolger in Sachen spektakulärer Aktionen stehen in Form von Adrian Neville oder auch Seth Rollins in den Startlöchern.

Er würde schlicht und ergreifend nicht mehr gebraucht werden.

Stattdessen könnte er eine ähnliche Rolle wie Adam „Edge“ Copeland einnehmen. Ausgestattet mit einem Legendenvertrag ab und zu in einem Talksegment auftauchen und nebenbei eine Wrestlingschule betreiben. Oder als Ausbilder in NXT eingesetzt werden. Oder Road Agent. Es gäbe viele Verwendungsmöglichkeiten für einen Mann mit seinen Fähigkeiten.

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